Apples Timemaschine alle Daten offen für Zugriffe Teil 1
TimeMaschine mal genau unter die Lupe genommen.
Apple hat OS X mit Timemaschine eine nette Backuplösung mitgegben. Backups werden automatisch angelegt wenn eine Festplatte angeschlossen wird. Das Wiederherstellen ist selbst von unerfahrenen Computernutzern mit ein paar Mausklicken erledigt. Wird OS X komplett neu installiert erledigt es mit Timemaschine die Wiederherstellung aller Programme, Einstellungen und Daten von alleine. Das gleiche gilt wenn man sich einen neuen Rechner zulegt und dort die Festplatte, die für Timemaschine benutzt wird nach dem ersten einschalten anschliesst. Alles wie auf dem alten Rechner.
Da OS X ein Unix-System ist, sind Daten der einzelnen Nutzern vor Blicken anderer Nutzern geschützt. Zugreifen darf nur der Benutzer der das Recht dafür hat, wenn man nicht gerade der User “root” ist. Greift man aber auf das Timemaschine Laufwerk direkt zu oder schliesst die Festplatte an einem anderen Rechner an kann man ohne weiteres auf die Daten zugreifen.
Den einzigen Schutz den man hat ist die UID des Benutzers. Legt man aber einen Benutzer mit der gleichen UID an oder ändert die UID des eigenen Benutzers in die gleiche UID des Benutzers, auf dessen Backup man zugreifen möchte, kann man wieder ohne weiteres auf die Dateien zugreifen.
Will man sich davor schützen kann man natürlich FileVault aktivieren, welches das komplette Homeverzeichnis verschlüsselt. Viele Benutzer machen das aber überhaupt nicht. Sie wissen nicht was FileVault überhaupt macht, es nimmt Plattenplatz weg, was manche aber nicht möchten und TimeMaschine kann Backups nur anlegen wenn der Benutzer nicht angemeldet ist.
Wenn sich die meisten Benutzer entscheiden TimeMaschine zu benutzen richten es ein und wenn die Festplatte angeschlossen ist legt TimeMaschine los. Es läuft im Hintergrund und stört auch nicht. Muss der Benutzer sich aber abmelden nervt es. Man kann in der Zeit nichts machen. Viele machen dann auch keine Backups mehr weil wenn sie sich abmelden heisst es meistens Feierabend oder ab ins Bett, da will man nicht noch auf ein Backup warten. Das geht halt ohne Verschlüsselung viel bequemer.
Trotzdem sollte sich jeder Gedanken machen wie er seine Daten sichern will. Eine Festplatte nimmt man auch mal mit, manchmal ist die Festplatte wo anders auch mal unbeaufsichtig. Da könnte schon mal jemand kurz drauf gucken oder sogar, wenn auch nur teilweise (ja nach Zeit), mal eben kopieren.
Dies sollte jedem bewusst sein. Denn ein ungücklich geschossenes Bild einer Privatfeier kann in Zeiten von “Chefs im Internet” bei der nächsten Bewerbung nach hinten los gehen. Ganz abgesehen von Dokumenten die keinen etwas angehen, die z.B. Aussagen zu der eigenen finanziellen Lage wiederspiegeln.
Wie man die Daten trotzdem stündlich mit TimeMaschine sichern und dabei die Daten verschlüsselt speichern kann wird im nächsten Teil beschrieben.




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