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Nach Mailspam jetzt SMS-Spam von der FDP

Wie schon auf mehreren Portalen, Twitter u.v.a geschrieben wurde hat die FDP in den letzten Tagen schon durch E-Mailspam geglänzt. Wie jetzt ein paar Leute melden versendet die FDP im großen Stil über den SMS-Anbieter SMS.de massig Textnachrichten, die auffordern die FDP zu wählen.

Die FDP behauptet sie wollen sich auch für den Datenschutz einsetzen und wollen auch die Belästigungen per Telefon und SMS den Kampf ansagen. Jetzt kaufen sie aber E-Mailadressen und Handyrufnummern und belästigen Wähler und Nichtwähler auf Ihren Handys.

Erstaunlich das sie jetzt sogar schon vor der Wahl damit anfangen Ihre Wahlversprechen zu brechen.

Update: CDU belästigt auch Wähler per SMS

@scarletpumpkin berichtet gerade in einem Forum und per Twitter/Twitpic das Ihr armes Handy auch von der CDU belästigt wird. Es ist zum kotzen, wir haben Datenskandale und Telefonterror. Die Politiker tönen sie würden dagegen etwas unternehmen und dann machen sie genau das gleiche im Wahlkampf.

Sie schreibt im Forum:

ich weiß schon mal, wen ich defenitiv nicht wähle , vor allem, nachdem ich ungefragter Weise von entsprechnder Partei eine Werbe-SMS erhalten hab… ich weiß ziemlich sicher, dass ich niemandem erlaubt habe, meine Daten dafür zu verwenden


Liebe Nichtwähler,

Piraten-header_leftwir schreiben euch diesen Brief, weil ihr die stärkste politische Kraft in diesem Land seid. Bei der Europa- wahl habt ihr mit 46,7% alle Parteien weit hinter euch gelassen. Bei der kommenden Bundestagswahl werdet ihr voraussichtlich zum ersten Mal stärker als CDU und SPD sein. Herzlichen Glückwunsch!

Wir können es sehr gut verstehen, dass ihr nicht zur Wahl geht. Wir haben von der Politik in diesem Land auch die Nase voll. Alle vier Jahre dürfen wir Bürger unser Kreuzchen für Kandidaten und Landeslisten machen, die von Parteifunktionären in Hinterzim- mern aufgestellt werden. Dafür wird uns vor der Wahl in professionell gestalteten Werbekampagnen das Blaue vom Himmel versprochen. Nach der Wahl werden diese leeren Versprechen dann eiskalt wieder einkassiert. Die Sachzwänge sind dann schuld, oder die leeren Kassen.

Zwischen den Wahlen haben wir Bürger ruhig zu sein. Die Politiker wollen bei ihrer wichtigen Arbeit nicht gestört werden. Sie bekommen schließlich von den Lobbyverbänden eine Menge Geld dafür, deren Entwürfe zu Gesetzen zu machen. Von den knappen Diäten kann man ja kaum leben, und es ist auch viel bequemer, die Vorlagen der Lobbyisten zu verwenden, als selbst nachdenken zu müssen.

Kein Wunder, dass dabei oft Gesetze herauskommen, die nichts als Schaden anrichten. Nach dem elften September 2001 wurden zum Beispiel viele Gesetze beschlossen, die uns angeblich vor dem Terrorismus schützen sollen. In Wirklichkeit beschneiden sie unse- re bürgerlichen Freiheitsrechte immer mehr. Unsere Daten werden gespeichert, unsere E-Mails gelesen, unsere Computer heimlich durchsucht. Die Politiker behaupten, sie hätten nicht die Absicht, einen Über- wachungsstaat zu errichten. Dennoch bauen sie so fleißig daran, dass George Orwell seine Freude hätte.
Liebe Nichtwähler, wir respektieren es, wenn ihr dies- mal wieder nicht zur Wahl geht. Aber wisst ihr eigent- lich, dass jede Nichtwählerstimme vor allem den groß- en Parteien zugute kommt? Wer nicht wählen geht, stärkt die Große Koalition. Wollt ihr das wirklich?

Die gute Nachricht: Es gibt bei dieser Wahl ein echte Alternative für Nichtwähler – die Piraten. Wenn ihr eure Stimme nicht an die Altparteien verschenken wollt und ein deutliches Zeichen setzen möchtet, dass sich in diesem Land etwas grundlegend ändern muss, solltet ihr am 27. September Piratenpartei wählen.

Wir versprechen euch, dass wir nie etwas versprechen werden, das wir nicht halten können.
Unser Programm ist absichtlich so schlank gehalten, dass ihr genau wisst, wofür wir stehen:

● für die Stärkung der Bürgerrechte und gegen den Überwachungsstaat
● für einen transparenten Staat und gegen den „gläsernen Bürger“
● für eine bessere Demokratie, bei der die Bürger die Politik aktiv mitgestalten können
● für freien Zugang zu Kultur und Bildung

Für diese Ziele werden wir kämpfen. Einen Gemischt- warenladen aus leeren Versprechungen wie die Alt- parteien bieten wir bewusst nicht an.
Dienstwagen und Pensionen aus der Staatskasse in- teressieren uns nicht. Wir können unser Geld woan- ders besser verdienen. Wir gehen nur deswegen in die Politik, weil wir es uns nicht mehr leisten können, sie Menschen zu überlassen, die außer Parteipolitik nichts gelernt haben. Die Lobbyisten werden natürlich versu- chen, uns genauso zu bearbeiten wie die Altparteien. Doch wir sind Piraten – wir sind unbestechlich.
Liebe Nichtwähler, ihr habt es in der Hand, etwas in der deutschen Geschichte noch nie Dagewesenes zu schaffen. Wenn ihr bei dieser Wahl ausnahmsweise nicht zu Hause bleibt, sondern die Piratenpartei wählt, wird ein Ruck durch dieses Land gehen.

Wir stehen bei euch im Wort. Wenn wir uns korrum- pieren lassen sollten wie die Altparteien, dürft ihr uns abwählen und beim nächsten Mal wieder zu Hause bleiben. Gebt uns dieses Mal eure Stimme und wir werden euch nicht enttäuschen!

Wir sehen uns am 27. September in der Wahlkabine!

Eure Piraten

Quelle: Piratenwiki und als PDF

Herr S vom Dorff und das Internet

hehe. Gefunden bei: contactsheet.de


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Beweg Dein Arsch, Geht zur Wahl

Scrollt in der Liste ein wenig runter und guckt euch den Wahlspot von Blumentopf an ;-)

Und am besten dann noch das Kreuz bei den Piraten machen.

Parteien im Web: Barrieren für Behinderte

Für blinde und sehbehinderte Menschen ist das Internet eine wichtige Informationsquelle. Mithilfe von Screenreader, Sprachausgabe und Braillezeile ist das Surfen möglich. Aber auch die Webseiten müssen einige Voraussetzungen mitbringen. Das Stichwort hierfür ist Barrierefreiheit. Wie sieht es in Sachen Zugänglichkeit bei den Kampagnen-Seiten der Parteien aus? Auch blinde und sehbehinderte Menschen möchten sich vor der Bundestagswahl über Personen, Programme und Themen informieren. Ist das möglich? Haben die Parteien an behinderte Bürger gedacht? Zusammen mit dem Accessibility-Experten Thomas Mayer habe ich die Startseiten der Parteien getestet.

Zusammenfassung

Bis auf das Angebot der SPD hat jede Website größere und kleinere Probleme mit der Barrierefreiheit. Nur bei der SPD ist erkennbar, dass das Thema Barrierefreiheit bei der Entwicklung berücksichtigt wurde. Befriedigend sind die Auftritte der FDP und der Piratenpartei. Diese Websites wurden nicht speziell auf Barrierefreiheit optimiert. Sie profitieren aber von ihrer zeitgemäßen Umsetzung, die eine Grundversorgung in Sachen Barrierefreiheit sicherstellt. Die Grünen haben vor allen Probleme mit der individuellen Anpassbarkeit ihrer Inhalte. Die Linke disqualifiziert sich durch nur einen kleinen aber sehr schwerwiegenden Fehler. Nicht akzeptabel ist das Angebot der CDU.

Quelle und den ausführlichen Artikel, inkl. Beschreibung, was auf den einzelnen Parteiseiten schlecht und gut ist, gibt es  auf homopoliticus.de zulesen.


gulli: Zentrumspartei-Politikerin in Schweden: Piratenpartei-Wähler sind Vergewaltiger?

Zentrumspartei-Politikerin in Schweden Piratenpartei-Wähler sind Vergewaltiger?

Eine etwas absurde Äußerung hat die schwedische Politikerin der Zentrumspartei, Annika Qarlsson, in ihrem Weblog veröffentlicht.

Eigentlich sollte alles ganz anders laufen. Eigentlich wollte sie ein Argument bringen, dass man sich nicht um Privatsphäre sorgen muss, wenn man nichts zu verbergen hat. Als ob dies nicht schon abwegig genug wäre, klappte es dann bedauerlicherweise auch nicht so recht mit der Argumentation.

Aus einer Ansprache gegen die Bestrebungen der Piratenpartei, deren Forderung nach Privatsphäre ja abwegig wären, wurde ein Vergleich mit Vergewaltigern gestrickt. Der Wortlaut lässt sich leider schwierig übersetzen, doch in zwei aufeinander folgenden Sätzen die Worte Piratenpartei und Vergewaltiger zu benutzen, schien doch einige sehr zu verärgern. Sie erklärte, dass es wohl einen Grund haben müsse, dass insbesondere viele junge Männer die Piratenpartei unterstützen, um ihre Privatsphäre besser zu schützen. Darauf folgte die Erklärung, dass erst kürzlich eine Statistik herausgefunden hätte, dass Frauen vor allem von jungen Männer vergewaltigt werden, die sie diese gerade erst kennen gelernt haben. Was wollte sie ihren Lesern damit mitteilen? Schwer zu sagen, doch in diesem Zusammenhang gab es eigentlich nur eine mögliche Interpretation, die Qarlsson auch andeutete. Jeder der irgendwie mit der Piratenpartei in Verbindung steht, sei es nun als Wähler, Mitglied oder sonst irgendwie, sei skeptisch zu betrachten. Schließlich seien es zumeist junge Männer, die diese Partei wählen oder darin aktiv sind. Und wie die Statistik verrät, werden Frauen ja wie gesagt primär von jungen Männern vergewaltigt.

via gulli: Zentrumspartei-Politikerin in Schweden: Piratenpartei-Wähler sind Vergewaltiger?.

#Zensursula, CDU, und die Journalisten versagen

Anders kann man die Situation nicht mehr beschreiben. Ursula von der Leyen schreiten einfach weiter mit Ihrem Plan das Internet einzuschränken. Beim Kampf gegen Kinderpornographie lässt sie sich nicht aufhalten. Heftigste Kritik, auch wenn diese berechtigt ist, wird strickt überhört.

Im aktuellen Interview mit dem Stern wird angemerkt: “Sie übergehen damit die Kritik von fast 100.000 Bürgern, die die Petition unterschrieben haben.” Frau von der Leyen antwortet, nicht zum ersten mal im Interview, sie nehme sie Petition ernst. Sie spricht die Einwände an in Bezug der unkontrollierbaren Listen, die vom BKA erstellt werden sollen. Ihr Vorschlag ist jetzt ein unabhängiges Gremium, welches die Listen kontrolliert. Der gleiche Vorschlag kam erst von ein paar Tagen von mehreren Kinderschutzvereinen, jetzt von Frau von der Leyen.


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#Zensursula Kinderhilfe Unterschriften oder ePetition, was ist mehr wert?

Die Online Petition gegen Internetsperren hat aktuell 95066 Unterzeichner. Bei Kinder”hilfe” sollen es am Ende auch 100.000 Unterschriften werden. Aber wenn man beide Möglichkeiten zu unterzeichnen vergleicht was ist ehrlicher?

Bei der ePetition wird der Bürger z.B. durch Bekannte oder dem Internet auf die Petition hingewiesen. Diese Bürger können in diesem Moment Fragen stellen um was es überhaupt geht. Sie müssen nicht sofort unterschreiben. Können sich informieren und hinterfragen. Er wenn sich über das Thema informiert hat, kann er sich immer noch dazu entscheiden mitzuzeichnen.


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Mail an Wiefelspütz zu seiner Antwort auf abgeordnetenwatch.de

Nach seiner Antwort auf abgeordnetenwatch.de hatte ich die SPD direkt angeschrieben. Die Antwort ist ja bekannt. In Ihr wurde ich gebeten mich direkt an Herrn Wiefelspütz zu wenden. Das habe ich dann auch mal gemacht. Ich hatte ja erst einen ziemlichen Hals, wie so viele nachdem die Antwort gelesen wurde. Auch manches aus der Diskussion “Internetsperren” hätte zwar noch reingepasst, aber zu sehr von der eigentlichen Sache abgelenkt. Ausserdem erwarte ich viel eher eine Antwort auf diese Mail und hoffentlich ein Veränderung am Antwortstil.

Hier die Mail an Herrn Wiefelspütz:

Guten Tag Herr Wiefelspütz,

seit einiger Zeit sind sie im Portal abgeordnetenwatch.de sehr aktiv. Viele der Kommentar von ihnen sind leider nicht so, wie man sie von einem Politiker erwarten würde. Manche Fragen im Leben sind einfach nervig und man möchte sie auch nicht umbedingt hören. An Antworten wie: “Ich wurde von Wählern gewählt, also müssen sie mich auch ertragen” (nicht wörtlich zitiert) und anderen ist der Wähler sich ja schon fast gewohnt.

Gerade zur aktuellen Diskussion “Internetsperren gegen Kinderpornographie” war zu erwarten, dass der Kelch der Fragen nicht an ihnen vorbei gehen wird. Und ehrlich gesagt hätte diese eine Frage auch von mir kommen können.

http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_dieter_wiefelspuetz-650-5785–f180717.html#q180717

Ihr Antwort finde ich dieses mal unterste Schublade. Was Sie dort geantwortet haben ist nichts anderes als eine Beleidigung gegenüber dem Fragesteller.

1. Satz: “was soll denn ein “Computer” sein, was soll “Internet” sein?”

Hiermit sagen sie schon aus, das sie die andere Seite gar nicht ernst nehmen.

2. Satz: “Ich habe diese Begriffe noch nie gehört oder gelesen. Ich stamme nämlich aus dem vergangenen Jahrtausend.”

Genau das erwarten Ihr “Gegner” (so sehen sie anscheinend die meisten Fragesteller). Gute Antwort, wenn danach eine neutrale Antwort gekommen wäre. Die dem Wähler vielleicht auch zeigt Herr Wiefelspütz ist kein IT-Freak, hat aber Berater die ihm das erklären können oder hätte er vielleicht einmal schnell Wikipedia oder Google gefragt. Dann hätte man den ersten Satz noch verkraften können.

Nein was machen Sie? Sie schreiben einen Satz, den jetzt zig tausende gelesen haben und sich zu drüber aufregen.

“DNS, TLD, GAGA, GOGO, TRALAFITTI oder was?”

Sie sagen in diesem Satz nichts anderes als “Sie sind doof, bekloppt, … “. Ernsthaft, finden Sie es richtig, so mit Mitmenschen umzugehen? Egal ob sie jemand gewählt hat oder nicht. Jeder Bürger könnte genau die Stimme sein, die ihnen am Ende einmal fehlen wird. Und gerade Sie als Jurist, Studium der Rechtswissenschaft, ehemaliger Richter, sollten den Umgang mit Menschen eigentlich können. Ich kann auch die Gleichgültigkeit der SPD wirklich nicht verstehen. Jedem kann einmal etwas falsches raus rutschen, aber wenn das permanent passiert sollte jemand einschreiten und auch einen Herrn Wiefelspütz ermahnen.

Gerade als Politiker sollte man etwas gesitteter und noch viel wichtiger, mit Respekt seinem Gegenüber entgegentreten.

Sie sollten sich vielleicht einmal mit Dennis Hipp in Verbindung setzen, da es mal an der Zeit ist sich wenigstens für diese Antwort zu entschuldigen.

Sie sollten sich auch einmal überlegen, ob sie sich nicht nach dem Lesen einer Frage sich nicht lieber erst einer anderen Frage zuwenden. Nach der Reduzierung des Frusts, in Ruhe der unangenehmen Frage zuwenden.

Glauben Sie mir, diese Mail hätte vielleicht einen viel raueren Ton, hätte ich sie sofort nach Ihrer Antwort verfasst. Ich will aber nicht so respektlos auf Ihre Antwort eingehen. Vor allem möchte ich von Ihnen keine Entschuldigung gegenüber Herrn Hipp verlangen, wenn ich mit gleichem Tiefgang einen Text an Sie verfassen.

Würde, Respekt … Grundgesetz. Wo wir schon fast in der Nähe davon sind. Wissen Sie zufällig wann das Grundgesetz in der neuen Auflage wieder verfügbar ist? Es bestellen zur Zeit sehr viele eins. Die Bürger interessieren sich brennend dafür. Könnte auch eine Art von Protest sein. ;-)

Respektvoll erwarte ich Ihre Antwort. Ich werde diese Mail gleich auch noch im Internet veröffentlichen. Ihre Antwort würde ich anschliessend noch hinzufügen. Natürlich respektiere ich, wenn dies nicht gewünscht ist. Trotzdem hätte ich für mich gerne Antwort und würde Ihr Antwort nicht veröffentlichen.

Mit freundlichem Gruss
Rüdiger Pretzlaff

Wenn die Antwort kommt. wird hier davon berichtet. Wenn die Veröffentlichung gestattet ist im Volltext. Sonst halt inhaltlich niedergeschrieben. So viel wie Herr Wiefelspütz im Internet posten kann, würde ich gerade von Ihm eine Antwort erwarten. Vielleciht geht er ja auch auf das angerissene Thema “Internetsperren” ein und schildert seine Sicht der Dinge. Wenn er sich dann noch auf ein längeren Austausch einlassen würde, würde ich mit Ihm zusammen auch gerne einen Artikel aus der Sicht beider Lager machen.

#Zensursula von der Leyen, Guttenberg und die Familieninteressen

Seit ein paar Monaten versucht sich unsere Super Familienministerin Ursula von der Leyen, vielen bekannt mit dem Tag #zensursula, für das “Sperren von Internetseiten mit Kinderpornographischen Inhalten” stark zu machen. Über Sinn und Unsinn der geplanten Technik gibt es schon sehr viel im Internet zu lesen.

Viel interessanter sind Aussagen, die von der Leyen und auch zu Guttenberg (auch bekannt untern dem Tag #spyherr) machen. Aber auch Justizministerin Zypress (auch bekannt unter dem Tag #zypresse) ist mit dabei. Wobei letztere mal wieder kräftig hin und her rudert. Sie passt sich halt, wie bei der SPD üblich, an.

Von der Leyen wirft gerne mit Zahlen um sich. Alleine das Thema Geburtenraten hat gezeigt das sie mache Dinge nicht unterscheiden kann. Die Geburtenraten sind gestiegen, aber die Zahl der Neugeborenen eben nicht. Auch im Kampf gegen die Kinderpornographie werden interessante Zahlen in die Argumentation geworfen. Frau von der Leyen nennt Zahlen für das Geschäft mit Kinderpornos. Sie behauptet mit Kinderpornographie werden 23 Milliarden Dollar verdient. Bevor jetzt auf diese Zahl eingegangen wird werfen wir erst noch einem Blick auf Herrn Guttenberg. Er wird vom ZDF gefragt, wie er die Internetsperren und die Petition sieht:

Es macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornographischen Inhalten sträuben. Das ist nun wirklich eines der wichtigsten Vorhaben in vielerlei Hinsicht.

Einmal davon abgesehen, daß mit der Petition überhaupt nicht gesagt werden soll man will Kinderpornographie nicht bekämpfen, sondern man ist gegen dieses Gesetz, weil die Sperren leicht umgangen werden können, ein Zensurmittel eingerichtet werden kann und lieber andere Wege gesucht werden müssen anstatt Wahlkampfpropaganda. Herr von und zu Guttenberg hat Angehörige, die sich einsetzen für missbrauchte Kinder und dem Schutz derselben. Die Organisation ist Innocence in Danger. Wie man hier entnehmen kann ist Präsidentin: Stephanie Freifrau zu Guttenberg. Interessant ist das Impressum, welches, kurz nach dem im Internet vermehrt davon geschrieben wurde, einen 404 Fehler liefert. Seite existiert nicht. Ob das ein anderes Problem ist oder eine Reaktion auf die Bekanntmachung der Zusammenhänge bleibt jetzt hier einfach mal dahin gestellt.

Das Herr zu Guttenberg diese Äusserung so macht ist schon ekalhaft genug. Er stellt die Wähler die Ihre Meinung und Bedenken äussern auf die gleiche Stufe wie Pädophiele. Wenn man dann noch erfährt das in der Familie jemand bei Innocence in Danger Präsidentin ist, dann fängt man schon an die Aussage zu hinterfragen. Dazu sollte man wieder zurück zu von der Leyen kommen. Ihre Aussage über die angeblichen Gewinne der Kinderpornoindustrie, die 23 Millarden US $. Auf der Seite von Innocence in Danger ist oben Links ein Banner. Banner blendet man ja schon bei Surfen gekonnt aus, diesen sollte man aber einfach mal beachten. Denn dort steht genau die gleiche Zahl: 23 Millarden US $ mit Kinderhandel. Das ausgerechnet Kinderporno den gleichen Gewinn abwerfen wie der Kinderhandel ist schon sehr fragwürdig. Frau von der Leyen hat diese Zahl eher aufgegriffen weil sie dann etwas als Quelle angeben könnte, wenn es jemand hinterfragt. Beides hat mit dem Leiden von Kindern zutun, sind aber zwei komplett verschiedene Bereiche in dem Kinder misshandelt und missbraucht werden. Es erklärt aber auch, wieso Guttenberg zu seinem Entschluss kommt, Gegner der Sperren sind für Kinderpornographie. Er ist wegen der Familie befangen.

Frau von der Leyen hat aber noch sehr viel mehr Familieninteressen, die auch ihre eigene Familie betreffen. Dazu wirft man einfach einen Blick auf Justizministerin Zypress. Frau Zypress hat sehr früh in Aussicht gestellt, man könnte die Internetsperren auch in anderen Bereichen wie der Musikindustrie zum Schutz des Urheberrechts nutzen oder Gewinnspiele im Ausland damit sperren. Und an dieser Stelle kommen die Interessen der von der Leyen mit ins Spiel. Dazu sollte man wissen, Frau von der Leyen ist am 8. Oktober 1958 in Brüssel Belgien geboren und mit dem Familiennamen Albrecht erblickte sie die Welt. Ursula von der Leyen hat fünf Brüder, darunter der Präsident des Medienkonzerns Modern Times Group Hans-Holger Albrecht. Die Modern Times Group hat neben TV und Rundfunk mehrere Beteiligungen an Glückspielunternehmen. Seit März 2006 hält Modern Times 90 Prozent der Anteile an bet24. MTG betreibt mit der Unternehmenssparte Viasat rund 50 Fernsehkanäle in Skandinavien und dem Baltikum.

Frau Zypress bringt die ausländischen Gewinnspiele mit ins Spiel und bekommt von von Frau von der Leyen prompt eine Absage. Aber eine definitive Aussage, das Internetsperren ausschliesslich gegen Kinderpornographie eingesetzt werden soll, wird nie gemacht. Auch der Gesetzestext schliesst das Sperren anderer Seiten nicht explizit aus. Aktuell rudert Justizministerin Zypress wieder in eine anderer Richtung und fordert sperren wegen Urheberrechtsschutz und weiteren Themen. Wir errinnern uns: Hin und her rudern. s.o.

Wieso wird nicht nicht klar gesagt Internetsperren gegen Kinderpornos im Netz und andere bedenken werden im Gesetz ausgeschlossen. Dann könnten viele vielleicht noch mit diesem Vorhaben leben. So ist es verständlich das aktuell 67456 die Petition unterzeichnen. Das Gesetz ist so schwammig formuliert, das man nur befürchten kann es wird früher oder später erweitert.

Nimmt man die Fakten über die  Zusammenhänge zwischen von der Leyen, Guttenberg, die weiteren Forderungen von Zypress, stellt man dann nicht zwangsläufig fest: die Politik arbeitet für die eigene Tasche und die der eigenen Familien.

Wenn Frau von der Leyen gegen das Sperren von Glückspielseiten im Ausland ist, vielleicht weil sie Ihrem Bruder damit schaden würde, würde sie die Sperren von Kinderpronos im Netz nicht machen, wenn sich jemand aus Ihrer Familie eine goldene Nase verdienen würde?

Das ist jetzt eine Fragestellung gewesen. Eine Festellung wäre die gleiche Aussage wie die von Herrn Guttenberg. Das wäre eine Ebene in die wir uns bei der Diskussion um die Internetsperren nicht begeben wollen und sollten.


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