Archive for August, 2009

Patrick Rudolph (CDU) ein Fall für die Vorratsdatenspeicherung?

Politwissenschaftler, Politiker, Bundes-/Landeswahlleiter alle sind gerade etwas aufgebracht wegen einem Twitter Tweet mit Exit-Poll Ergebnis vor dem schließen der Wahllokale. Gesendet wurden die Zahlen mit dem Twitter-Account von Patrick Rudolph von der CDU. Jetzt will er es aber nicht gewesen sein: “Ich weiß nicht, wer das geschrieben hat”, sagte Rudolph auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE. Aber löscht seinen Account direkt.

Wieso sollte er seinen Account löschen, wenn er es nicht gewesen sein sollte? Wenn er es nicht war braucht er nichts zu befürchten und könnte eher überprüfen lassen von welcher IP, mit welchem Client gesendet wurde. So wirkt das eher wie vertuschen, denn nach Löschung von Accounts müssen in Deutschland z.B. alle Daten gelöscht werden. Twitter ist zwar kein deutscher Dienst, aber die Daten könnten auch dort schon gelöscht sein.

Rudolph hat zu Beginn erst einmal TwitterFon (16.06.2009 um 6:41 Uhr) als Client benutzt und dann am 17.06.2009 (5:26 Uhr)auf Twitterrific gewechselt. Am 10.08.2009 kam ein Tweet direkt über die Twitter Seite und danach die weiteren Tweets wieder über TwitterFon ab dem 10.08.2009 um 10:08. Zwischendurch war auch mal in drei Tweets TwitterFox mit im Spiel (Tweets am 11.08.2009, 2:21, 3:05  um und 3:26 Uhr).

Zuletzt hat er mit TwitterFon seine Tweets abgesetzt. Entweder hat er noch den richtigen Client gesucht oder der Account wurde eh schon immer geshared zwischen mehreren Personen. Einmal setzt er einen Tweet selbst ab, dann z.B. ein Mitarbeiter. Oder Handy für unterwegs und TwitterFox am Arbeitsplatz. Man sollte ihn vielleicht einfach mal fragen welchen Client er benutzt hat. Man könnte ihn dann ja vielleicht schon schnell ausschließen.

Da er aber seinen Account gelöscht hat findet man den Client, mit dem der Tweet abgesetzt wurde, aktuell nicht. Spuren vertuscht.

Die CDU hat ja selbst die Vorratsdatenspeicherung eingeführt und ist treibende Kraft bei diesem Vorhaben gewesen.

Vorschlag an die CDU: Guckt doch mal bitte eben jemand nach in den Daten der VDS über alle Zugänge von Herrn Rudoplh und seinen Mitarbeitern. Dort müsste sich ja dann was finden oder auch nicht. Wozu habt Ihr das denn sonst durchgedrückt? Jetzt könnt Ihr es endlich einmal testen, sogar mit einem Fall in den eigenen Reihen. Wahlbetrug ist eine Straftat. Es ist zwar kein Terroranschlag, aber ein Anschlag auf die Demokratie, wenn Bürger vor dem Ende einer Wahl so beeinflusst werde.

Vielleicht kommt die CDU ja dann auch endlich zur Erkenntnis, wie blöd die Idee mit der Vorratsdatenspeicherung war, wenn diese gegen die CDU selbst angewendet wird. Heute noch ein Traum mit einer anderer Regierung an der Macht könnte es aber auch anders aussehen. Wenn die Gesetze geändert werden und so die VDS ohne Probleme gegen euch selbst angewendet werden könnten.

Herr S vom Dorff und das Internet

hehe. Gefunden bei: contactsheet.de


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Beweg Dein Arsch, Geht zur Wahl

Scrollt in der Liste ein wenig runter und guckt euch den Wahlspot von Blumentopf an ;-)

Und am besten dann noch das Kreuz bei den Piraten machen.

Parteien im Web: Barrieren für Behinderte

Für blinde und sehbehinderte Menschen ist das Internet eine wichtige Informationsquelle. Mithilfe von Screenreader, Sprachausgabe und Braillezeile ist das Surfen möglich. Aber auch die Webseiten müssen einige Voraussetzungen mitbringen. Das Stichwort hierfür ist Barrierefreiheit. Wie sieht es in Sachen Zugänglichkeit bei den Kampagnen-Seiten der Parteien aus? Auch blinde und sehbehinderte Menschen möchten sich vor der Bundestagswahl über Personen, Programme und Themen informieren. Ist das möglich? Haben die Parteien an behinderte Bürger gedacht? Zusammen mit dem Accessibility-Experten Thomas Mayer habe ich die Startseiten der Parteien getestet.

Zusammenfassung

Bis auf das Angebot der SPD hat jede Website größere und kleinere Probleme mit der Barrierefreiheit. Nur bei der SPD ist erkennbar, dass das Thema Barrierefreiheit bei der Entwicklung berücksichtigt wurde. Befriedigend sind die Auftritte der FDP und der Piratenpartei. Diese Websites wurden nicht speziell auf Barrierefreiheit optimiert. Sie profitieren aber von ihrer zeitgemäßen Umsetzung, die eine Grundversorgung in Sachen Barrierefreiheit sicherstellt. Die Grünen haben vor allen Probleme mit der individuellen Anpassbarkeit ihrer Inhalte. Die Linke disqualifiziert sich durch nur einen kleinen aber sehr schwerwiegenden Fehler. Nicht akzeptabel ist das Angebot der CDU.

Quelle und den ausführlichen Artikel, inkl. Beschreibung, was auf den einzelnen Parteiseiten schlecht und gut ist, gibt es  auf homopoliticus.de zulesen.


C/o Pop und Gema

Im Juni 2009 haben sich ein paar Leute aus der Musikindustrie und Piraten getroffen um um Themen die Urheberrecht, Creativ Commons Lizenz und Gema zu diskutieren. Auf Gulli gibt es auch einen Mitschnitt, denn ich mir jetzt endlich auch einmal komplett angehört habe. Eigentlich nichts besonderes nur haben mich ein paar Stellen doch sehr gestört.

Es wird an mehreren Stellen erwähnt, man könnte sich frei entscheiden, was man möchte. Musik mit Gema oder Musik ohne Gema. So die Aussage, jeder Musik kann selbst entscheiden, ob er seine Stücke mit der Gema vertreiben und über das Gema-System verwalten lassen will.

Dem ist nicht so. Eine Band, die ins Studio geht eine Platte aufnimmt, hat erst einmal das Album in der Hand und kann es natürlich vertreiben, auch ohne Gema. Der Vertrieb wird aber besser laufen, wenn die Songs oder auch nur einer auch mal im Radio laufen. Und da fängt der Zwang zur Gema an. Jeder kann sich selbst davon schnell überzeugen. Ruft/schreibt euer lokales Radio an und erzählt ihnen ihr habt eine Band oder seit Musiker und bietet mal einen Song an. Man wird schnell fragen, ob das Stück auch bei der Gema gemeldet ist. Ist das nicht der Fall, wird man sagen: “Nein das geht nicht, wir dürfen keine gemafreien Stücke spielen.”. Diese Aussage ist zwar falsch, aber man wird euer Stück nicht spielen. Punkt.

Also ist so schon einmal jemand auf Umwegen gezwungen sich bei der Gema anzumelden. Genau das gleiche betrifft Veranstaltungen, viele Veranstalter wissen z.B. nicht, wie sie mit nicht Gema Stücken umzugehen haben. Sie brauchen diese nur melden und nicht dafür bezahlen. Nur wollen sie sich damit nicht beschäftigen und zwingen so auch wieder viele Musiker dazu Ihre Stücke bei der Gema anzumelden.

Wenn man eine Veranstaltung macht und dort nur CC-Lizensierte Stücke spielt, was interessiert das die Gema? Nein, die Gema möchte auch die gemeldet haben.

Alles schon selbst erlebt und nicht nur wir. Es ging und geht vielen so. Immer wieder wird man dazu gezwungen der Gema beizutreten. Für ein Album oder Song wäre das ja kein Problem. Nur einmal Gema, immer Gema. Jeder Stück was man später veröffentlicht wird über die Gema laufen. Der Musiker kann nicht mal ein Stück zwischendurch auch mal anders vertreiben oder gar kostenlos ins Netz stellen. Immer will die Gema die Hand aufhalten.

CDU überklebt Piratenplakate

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Nachdem die CDU ihre eigenen Plakate in einer eher fragwürdigen Aktion überklebte, scheint sie das jetzt zur Strategie zu erheben und überklebt Plakate der Piraten, und zwar, so scheints, gezielt.

I told you one, I tell you twice: Das wird auf euch zurückfallen. Nicht jetzt, nicht heute. Aber schon bald. Versprochen, fuckin’ Politikers.

Via:

CDU überklebt Plakate der Piraten

und

Nerdcode.de

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