KOMMST DU NACH ESSEN, GUCKST DU PUFF

“KULTURPUFF ” ESSEN 2010

Da rühmt sich diese Stadt mit dem Titel Kulturhauptstadt 2010, poliert ihre Ruinen auf und schmeisst Millionen zum Fenster raus, damit die Besucher dieser Stadt, wenn sie über die Haupteinfallstrasse ( B 224 ) nach Essen hineinfahren, quasi durch den Puff gondeln. Einen ganz besonderen Eindruck bekommen die vielen Touristen, wenn sie in den doppelstöckigen Bussen in die Stadt hineinfahren. Nicht die Zeche Zollverein oder den Baldeneysee, sondern Europas grösster Autopuff fällt ihnen als erster Eindruck dieser Kulturhauptstadt  ins Auge. Nur wenige hundert Meter vor der Innenstadt. Da sieht man, welche Hohlköpfe in dieser Stadt das Sagen und Planen haben. Nach aussen hui, doch nach innen pfui. Klar, die Prostitution ist das älteste Gewerbe der Welt und eine Stadt wie Hamburg lebt und stirbt mit St. Pauli. Aber der feine Unterschied liegt im Detail.

Selbst die Prostituierten sind mit der Lage und der für Millionen erstellten Fläche nicht einverstanden. Sie wollten einen Platz ausserhalb des Innenstadtbereichs und wurden nicht gefragt. Auch Prostituierte sind Bürger dieser Stadt und haben ein Anhörungsrecht. Aber in dieser Stadt ist alles anders. Da entscheidet der Rat über den Kopf der Bürger ohne Überlegung und Konzept. Oder war das Konzept: Möglichst rathausnah ? Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Auch städtische Angestellte sind bedürftige Bürger, die Entspannung brauchen.

Quelle: Blaulichtreporter.de

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